Unser RomanTIGER bei der Arbeit.                               

Copyright gymmick

Als Synonym für alle „Experten“, die euch in ihren kurzen Romanen und wissenschaftlichen Abhandlungen (siehe Bücherregal) die komplizierten Begriffe und Regeln der Dampfschifffahrt zu enträtseln helfen.

Darauf eine ehrenamtliche Buddel Tippex.

TIGER 1910 – 2017

107 lange Jahre. Und hoffentlich noch viel mehr.

Bannich lange Tied, näch?? Da können wir als Crew natürlich nicht erwarten, dass dieser wunderschöne olle Zossen keinerlei Fragen aufwirft.

Wir geben erstmal unumwunden zu, dass keine/r von uns damals beim Stapellauf dabei war. Schande und Asche (is genuch da) über unsere Häupter.

Aber es entspricht nun mal der menschlichen Natur, neugierig zu sein. Und das ist auch gut so! Fahrgäste, Beobachter, Sympathisanten, Neider, Lästermäuler und Schlepperanbeter. Jede/r will irgendetwas wissen.

Eine kleine Auswahl der prägnantesten „Unter den Nägeln Brennern“ stellen wir euch hiermit gratis ins Dampfer-net. Selbstverständlich mit dem TIGER eigenen Humor, den ihr auch bei der Besattzung wiederfindet. Mit sehr viel Augenzwinkern und noch mehr Liebe an das Schiff und die beste Medizin der Welt, nämlich den Humor.

Es geit los:

LIVE MUSIK AUF DEM “TIGER”

Hallo, werte TIGER Crew,

ich bin in 2 Jahren 5 mal mit euch gefahren. Es war immer wunderschön, allerdings hat mir stets Musik an Bord gefehlt! Ich spiele vom Spinett bis zur Orgel so ziemlich alles, was Tasten hat.

Gäbe es da für mich eine Möglichkeit, live bei euch an Bord zu musizieren?

Liebe Grüße

Klaviata Klimperdanz, Klavierspielerin vom Klövensteen

 

Ach, Klaviata,

Du meinst es gut, aber es ist leider kaum möglich.

Eine 3 Pfeifen Orgel (unter Dampf) ham wir ja schon: Die lütte S-Bahn Pfeife im kreischigen Koloratursopran a la Trommelfell-Zerfetz-Moll, einen die Gehörgänge einen Gang minder malträtierenden Mitteltöner im Schaschlik-XXL-Format sowie das Haupt-Horn namens „Halbherziger Huper“ in Dümpel-Dur. Das absolut triumphal tönende Trash-Tröt-Triumvirat zwischen Trondheim und Triest schlechthin, kaum zu überbieten und nahezu konkurrenzlos.

Die üblichen Abmessungen von den Tasteninstrumenten Klosett, Spinnerett und Spaghett passen wegen unseres großen Tresens leider nicht auf das Achterschiff.  Die alternativen, wesentlich kleineren Klimperkästen Spinatoli und Ravioli sind definitiv nur mit schwarz-grüner Tastatur erlaubt, denn letztlich steht der TIGER unter Denkmalschutz und die Kontrollen des zuständigen Amtes sind so scharf wie ein Curryoli Konzert.

Nicht einmal eine Fingertastatur auf einer Blockflöte ist erlaubt, die könnte aufgrund ihrer hohen Tonart für ein irreguläres Nebelhorn gehalten werden. Wir sind zwar oft benebelt, wollen uns aber von der Wasch-Po keinerlei Hörner aufsetzen lassen.

Also, werte Klaviata, akzeptiere bitte notgedrungen diese betrüblichen Fakten. Stocher Dir eine Solo Symphonie im stillen Steinway Stübchen als leise Weise auf dem Synthesize(r). Oder komponiere die Poller Polka und wir tanzen für Dich Pogo auf dem Ponton.

Freiherr Falco Fagott zu Fortissimo, Veranstalter für fröhliche Flöt-Fahrten

 

ZEITUMSTELLUNG

Werte Tigeristen,

hat die Zeitumstellung irgendwelche Auswirkungen auf den Fahrplan des TIGERs?

Tibor Timing, Tindsdal

 

Leider ja, Herr Timing.

Die geklaute Stunde bringt so ziemlich alles durcheinander, weil sie an allen Ecken und Kanten fehlt. Um diese wieder einzufahren, werden wir bei 2 Fahrten täglich jeweils zwangsläufig 1/2 Stunde weniger unterwegs sein können. Die Spende pro Fahrgast von 10 Euronen nun um Ein Vierundzwanzigstel zu senken, müssen wir leider kategorisch ausschließen.

Letztlich ist die Beschaffung eines Sommerzeit Tidekalenders über nur noch 23 Stunden täglich für alle Schiffe des Museumshafens immens teuer. Die so erwirtschafteten 41,666 Cent pro Fahrgast betrachten wir als weiteren angemessenen Obolus für das Schiff. Denn leider war die Tide nicht zu bewegen, sich der neuen Zeitrechnung für das nächste Halbjahr anzupassen.

Unter Deck ist die Lage noch weitaus kostenintensiver, ja geradezu dramatisch. Wir haben unsere Kohle im November 2013 gebunkert, also reine Winterzeit Kohle. Diese nun zur Sommerzeit zu verfeuern, bedeutet einen Energieverlust von wiederum 1 / 24 der Gesamtkapazität von 8 Tonnen. Das sind immerhin 333,33 Kilo Kohle, die sich quasi ungenutzt in imaginären Rauch auflösen. Eine Reduzierung des Kesseldrucks um eben dieses Quantum können wir aus Gründen der technischen Sicherheit nicht verantworten.

Trotz dieser Widrigkeiten dürfen Fahrgäste weiterhin „Und es war Sommer“ von Peter Maffay oder „In the Summertime“ von Mungo Jerry singen, trällern, summen oder – ganz authentisch – pfeifen.

Schobiak Schröpfer, Scharhörn

 

HAVARIEN II

Na, das ist ja ein tolldreister böser Bubenbstreich.

Nur eines verstehe ich nicht. An Bord der „Wilson Fedje“ war doch ein Lotse.

Hat der dieses fragwürdige Spielchen etwa mitgemacht?

Frau Kräsch

 

Eben Darum, werte Frau Kräsch,

L.O.T.S.E. = Lief Orientierungslos, Total Stoned Einher.

Thoralf Tohuwabohu, Teilzeit TIGER Terrorist

 

 

HAVARIEN I

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn ich diese Rubrik „???“ auf Ihrer TIGER homepage und auch Ihre Beiträge auf „Facebook“ lese, stellt sich mir eine bohrende Frage:

Wieso lassen Behörden und andere Institutionen Sie mit ihrem fragwürdigen Treiben überhaupt gewähren? Unterliegen Sie denn überhaupt keinerlei Kontrollen für einen halbwegs zivilisierten Fahrbetrieb? Ich erwarte Aufklärung.

Mit wenig Hochachtung.

Corinna Korrekt, Komitee für kompromisslose Kompetenz Koordination

 

Ein glasklares „Jein“, sehr geehrte Frau Koordinatorin,

Die „Waschpo“, also die Wasserschutzpolizei, kriegt uns kaum zu fassen, weil unsere wohl platzierten Rauchschwaden den Ordnungshütern die Sicht verdecken, bzw. verdrecken und wir entkommen können.

Sind wir doch einmal im Visier der Uniformierten, lenken wir die Spaßverderber mit manch fragwürdigen Frivolitäten ab. Wir halten uns da an die erprobte Strategie unserer dänischen Kollegen lt. angefügter Vernetzung weiter unten.

Als Stripteusen müssen weibliche Fahrgäste herhalten, notfalls unter Zwang. Sollten im Polizeiboot Frauen an Bord sein, schwingt sich der Schiffsführer auf das Dach des Ruderhauses und präsentiert bei einem flotten Stepptanz inkl. Headbanging die neue Unterwäschekollektion von Kuddl Laberfeld. Besatzungsmitglieder der hämischen Häscher fallen in der Regel in Ohnmacht. Die einen vor lauter Wonne, die anderen aus schierem Entsetzen. In beiden Fällen ist eine Verfolgungsjagd ausgeschlossen.

Die „Haschpo“ lässt uns mittlerweile in Ruhe, da wir komplett von Marihuana auf Alkohol umgestiegen sind. Diesen, in der Regel Wodka, beziehen wir hauptsächlich von russischen Schmugglern auf Erzfrachtern. 6 – 8 Flaschen bleiben pro Fahrt an Deck als legitimer Eigenbedarf. Den Rest verstecken wir in den Kohlebunkern, da traut sich kein Zollfuzzie rein. Kohlenstaub ruiniert die schnieken Uniformen. Für neue ist kein Geld vorhanden, das geht in das endlose Fass der Elb-Viel-Harmonie.

Für die technische Sicherheit des Schleppers sind zwei Institutionen zuständig. Die SUK (Schiffsuntersuchungskommission) und der TÜV (Technischer Überwachungsverein). Soweit die offiziellen Benennungen. Bis dato unbekannt aber wesentlich treffender die TIGER Interpretationen. SUK = Sambuca Und Korn, TÜV = Taumelnd Übers Vordeck. Glorreiche Glücksritter mit maritimen Marotten unter sich. So isses, werte Kompetenz Coriphäe, auch wenn´s Ihnen nicht gefallen dürfte..

Unser rabenSCHWARZER Humor dreht jetzt über STEUERbord zu einem kleinen Abstecher in die SCHWEIZ ab. Wünschen Sie uns gute Fahrt und kontrollieren Sie zukünftig da, wo es sich lohnt.

Cornelia Korrupt,  Kuratorium für Konstruktive Kombüsen Kriminalität

Hier das Original des Ablenkungsmanövers.

http://www.youtube.com/watch?v=XMAiTJFWxmI

KONTROLLEN

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn ich diese Rubrik „???“ auf Ihrer TIGER homepage und auch Ihre Beiträge auf „Facebook“ lese, stellt sich mir eine bohrende Frage:

Wieso lassen Behörden und andere Institutionen Sie mit ihrem fragwürdigen Treiben überhaupt gewähren? Unterliegen Sie denn überhaupt keinerlei Kontrollen für einen halbwegs zivilisierten Fahrbetrieb? Ich erwarte Aufklärung.

Mit wenig Hochachtung.

Corinna Korrekt, Komitee für kompromisslose Kompetenz Koordination

 

Ein glasklares „Jein“, sehr geehrte Frau Koordinatorin,

Die „Waschpo“, also die Wasserschutzpolizei, kriegt uns kaum zu fassen, weil unsere wohl platzierten Rauchschwaden den Ordnungshütern die Sicht verdecken, bzw. verdrecken und wir entkommen können.

Sind wir doch einmal im Visier der Uniformierten, lenken wir die Spaßverderber mit manch fragwürdigen Frivolitäten ab. Wir halten uns da an die erprobte Strategie unserer dänischen Kollegen lt. angefügter Vernetzung weiter unten.

Als Stripteusen müssen weibliche Fahrgäste herhalten, notfalls unter Zwang. Sollten im Polizeiboot Frauen an Bord sein, schwingt sich der Schiffsführer auf das Dach des Ruderhauses und präsentiert bei einem flotten Stepptanz inkl. Headbanging die neue Unterwäschekollektion von Kuddl Laberfeld. Besatzungsmitglieder der hämischen Häscher fallen in der Regel in Ohnmacht. Die einen vor lauter Wonne, die anderen aus schierem Entsetzen. In beiden Fällen ist eine Verfolgungsjagd ausgeschlossen.

Die „Haschpo“ lässt uns mittlerweile in Ruhe, da wir komplett von Marihuana auf Alkohol umgestiegen sind. Diesen, in der Regel Wodka, beziehen wir hauptsächlich von russischen Schmugglern auf Erzfrachtern. 6 – 8 Flaschen bleiben pro Fahrt an Deck als legitimer Eigenbedarf. Den Rest verstecken wir in den Kohlebunkern, da traut sich kein Zollfuzzie rein. Kohlenstaub ruiniert die schnieken Uniformen. Für neue ist kein Geld vorhanden, das geht in das endlose Fass der Elb-Viel-Harmonie.

Für die technische Sicherheit des Schleppers sind zwei Institutionen zuständig. Die SUK (Schiffsuntersuchungskommission) und der TÜV (Technischer Überwachungsverein). Soweit die offiziellen Benennungen. Bis dato unbekannt aber wesentlich treffender die TIGER Interpretationen. SUK = Sambuca Und Korn, TÜV = Taumelnd Übers Vordeck. Glorreiche Glücksritter mit maritimen Marotten unter sich. So isses, werte Kompetenz Coriphäe, auch wenn´s Ihnen nicht gefallen dürfte..

Unser rabenSCHWARZER Humor dreht jetzt über STEUERbord zu einem kleinen Abstecher in die SCHWEIZ ab. Wünschen Sie uns gute Fahrt und kontrollieren Sie zukünftig da, wo es sich lohnt.

Cornelia Korrupt,  Kuratorium für Konstruktive Kombüsen Kriminalität

Hier das Original des Ablenkungsmanövers.

http://www.youtube.com/watch?v=XMAiTJFWxmI

 

 

AUF DECK – UNTER DECK

Sehr geehrte Dampfschiffbetreiber,

ich arbeite an einer Studie über menschliche Verhaltensweisen verschiedener Zugehörigkeitsgruppen auf Dampfern.

Historisch verbrieft sind ja generell Spannungen oder gar Anfeindungen zwischen den Crews AUF und UNTER Deck.

Bestehen diese Diskrepanzen auch in der heutigen Zeit noch? Wie steht es zu dieser Thematik auf dem TIGER?

Ich bitte im Namen der Wissenschaft um Ihre Stellungnahme.

Dr. Franziskus Froydt, Friedensforscher für vorsintflutliche Fregatten Fragerei.

 

 

Moyn, Dr. Froydt,

selbstverständlich besteht diese gegenseitige Abneigung immer noch. Wir halten diese im Namen der Authentizität von Dampf drangsalierten Deppen auch weiterhin voller Wonne am Leben.

Der Objektivität halber veröffentlichen wir für Sie exklusiv und unzensiert die Ansichten/Meinungen von 2 mit Pseudonymen bedachten TIGER Besatzungsmitgliedern beider Fraktionen zu diesem Thema.

UNTER Deck von Florian Flammrohr:

Diese Pfeifen da oben. Schwafeln über Ebbe, Flut, widrige Winde, Stauwasser beim An- oder Ablegen. Wasser is´ doch immer da. Schmeißen mit Lassos um sich. Is´n Dampfschiff, kein Rodeo. So´n Quatsch, Kohle muss in´n Kessel, sonst fährt der Pott nicht. Schmier´n sich im Sommer mit Öl gegen Sonne ein. Ham wir hier unten im Überfluss, soll´n sich kurz in die Bilge legen. Im Winter komm´se runter weil oben angeblich zu kalt. Weicheier. Eiszapfen am Bart, na und? Machen sich während der Fahrt ´n faulen Lenz und flirten mit weiblichen Fahrgästen während wir unten am Malochen sind. Und dann diese ewig unterschiedlichen Kommandos über´n Maschinentelegrafen beim Ab-, bzw. Anlegen. Vor, Zurück, Langsam, Schnell, mannomann, da kriegste ´n Tennisarm am Dampfregler bei malträtierten Trommelfellen.

AUF Deck von Thoralf Tampen:

Grotten-Crew da unten, in Lumpen gekleidet, dreckig und ölverschmiert. Kommen die an Deck, laufen anständige Fahrgäste zuhauf wieder von Bord. Kinder haben Angst vor denen. Die müffeln und japsen nach Luft. 70 Grad Celsius vorm Kessel? Soll´n sich nicht so anstellen. Trampeln über´s Deck und hinterlassen Spuren von Kohlenstaub und schmierige Stapfen. Kaum haste den Schlepper sauber, räuchern die alles voll mit schwarzem Schnee. Heizerflocken nennen die das. Sehr lustig. Okkult angehauchte Fahrgäste, denen die schwarzen Messen von den Kohlefressern da unten auch noch gefallen, bleiben eben da sitzen. Die Verluste der Gastronomie über Deck sind dadurch immens. Kaum zu bezahlen sind auch die Unmengen an Buddeln, die unter Deck leer gesüffelt werden. Angeblich Selterwasser, sieht aber eher aus wie Wodka mit Kohlensäure.

Sturbert Standesdünkel, Strategischer Streithammel vom Stubbenhuk

Die kleine Sequenz des dänischen Spielfilms „SS MARTHA“ von 1967 symbolisiert in etwa das Treiben beider Fraktionen auf dem TIGER.

http://www.youtube.com/watch?v=07Prftd2Fu8

 

SYLVESTER

Moin, ihr Schlepper-Freaks,

ich stand zum Jahreswechsel 2013/14 an den Landungsbrücken. Habe leider nicht gewusst, dass ihr unterwegs seid. Wäre gerne sooo gerne bei euch gewesen. Fahrt ihr jedes Jahr zu Sylvester?

Wilma Willes-Wissen, Wilstermarsch

 

Jo, Wiwi, tun wir,

aber keinesfalls, weil wir Sylvester mögen.

Wir unterliegen lediglich der Verpflichtung eines maritimen Erbes namens „Spinner For One“.

Der historische Hintergrund ist ebenso simpel wie authentisch.

Freddy F. hat 26 Jahre als Mat.., äh Spirituose auf unserem Schlepper geschluckt, gespuckt, gelallt und getorkelt. Frau Sophie war die erste Heizerin und hat genau so viele Crewmitglieder im Rauschzustand erst verschnaggelt und dann von Bord verscheucht. „Same Promilldere As Every Year“.

Die klassische Klamotte im TV nennt zwar die beteiligten Admirale, Haudegen, Eminenzen, Debilizenzen und sonstige Vögel ohne Lizenzen mit Namen, aber gesehen hat man diese ehemaligen besäbelten Fregatten-Freggels und zugeballerten Besan Boxer in 50 Jahren noch nie. Die bleiben visionär.

Im Gegensatz zum TIGER. Da sind alle Raufbolde und Schluckspechte real. Und die saufen wie die Löcher. Da wird nix verschüttet, verkleckert oder sonst wie verschwendet.

Dieser prozentuale Zirkus ist sowohl in London als auch Hambuich bei den zuständigen Behörden amtlich verbrieft und seit 1910 trunktionelle Tradition.

Letztlich stolpert der hoffnungslos überforderte und offensichtlich nicht gewerkschaftlich organisierte kauzige Kult Kellner über ein TIGER-Fell.

Harharhar…. Eben Einer von uns!

Malte Morgan, Karibik-Captain aus Cuxhaven

 

T.I.G.E.R.

Hallöchen,

sagt mal, steht der Name Tiger  für irgendwas?

Vielleicht für dieses hier, könnte ich mir gut vorstellen.

T- Tiger

I – ist

G – gern

E – ein

R – Raubtier/Rowdy

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Frauke Wissbegierig

 

Ne, ne, ne, Frauke,

Rowdy lassen wir gerne gelten, ansonsten viel zu harmlos Deine Assoziationen. Wir sind doch keine Tretbootfahrer auf der Alster oder rudern in ´ner Nuckelpinne auf dem Oortkatener See herum. Büsch´n deftiger darf es schon sein.

Hier die Originalinterpretation lt. Präambel unserer Schlepperverfassung:

Terrorismus – Irrsinn – Gefechtsbereitschaft – Enterei – Rockertum

Also, nix mit niedlich, klaro?

Christoph Krude, Kreisleiter der Krautsand Krawallos

SPRINGTIDE

Moin auch,

als fleißiger Leser eurer TIGER-Rubrik kenne ich nun die Bedeutungen von Vor-, bzw. Achterspring und Tide. Nun vernehme ich aus den Medien im Zusammenhang mit dem Orkan „Xaver“ den Begriff „Springtide“.

Wie passt das denn nun im Sinne eurer Artikel zusammen?

Vladimir Verdwass, Varel

 

Eigentlich gar nicht, Vladi.

Die Tide, also Ebbe, Flut und Stauwasser, lässt sich ja nur schwer festbinden.

Wir versuchen das aber trotzdem, mit speziell dehnbaren Unterwasserleinen der Marke Elbolastex.

Die Springtide überspringt bei Flut locker den Wasserpegel Normal Null ab Windstärke Neun. Das nennt sich dann „Blanker Hans“. Bei Ebbe, also Anormal Null bis Windstärke Acht mit Ach und Krach nennt sich das ablaufende Wasser dann in Hamburg Hüpftide, in Schleswig Holstein „Stumpfer Franz“. Das ganze steht auch eindeutig unter dem Einfluss vom Neumond. Z. Zt. ist aber wissenschaftlich noch nicht geklärt, wann der Vollmond in die Phase des Alt-, bzw. Gebrauchtmonds übergeht.

Die Thematik ist leider ein wenig verwässert. Jedoch, ein engagierter Arbeitskreis unter dem Namen „Lunare Lümmeleien“ unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Volker Vollpfosten arbeitet intensiv an einer diesbezüglichen Aufklärung. Soweit glaubhafte Resultate vorliegen, werden wir diese hier unter „Tüdeltide“ veröffentlichen.

Xaver Palaver, Pellwurm.

 

TIDE

Fahren Sie lieber bei Ebbe oder mit ablaufendem Wasser auf dem TIGER?

Tidy Tim, Tinsdal

 

Weder noch, werter Herr Tim, beides ist zu riskant für Fahrgäste.

Schleudertrauma, Seekrankheit, optische Verzerrungen oder abruptes Rückwärtsgehen an Land könnten die Folge sein.

Wir bevorzugen auflaufendes Wasser, am besten mit Unterstützung der Flut.

Das Gezeitengeflecht ist generell gefährlich. Längere Charterfahrten zwischen 3 und 4 Stunden unternehmen wir daher nur bei Stauwasser.

Sollte der Wind dann noch aus Nordsüd wehen, ist das Risiko einer ostwestlichen Abdrift relativ gering und wir sparen

obendrein noch Kohle, da die Verwirbelungen im Wasser nicht allzu groß sind und die Schiffschraube ruhiger dreht.

 

Mit freundlichem Gruß

Wotan Weitblick

 

SEXISMUS

Ihr Macker-Machos,

wenn ich das schon sehe, dieses übergroß aufgerichtete, protzig maskuline Symbol aus Stahl, dominant wirkend und selbstherrlich arrogant als Schornstein benannt. „Horn(y)schwein“ wäre wohl treffender…

Und unter Deck diese gut geölten, schwitzigen Kolben mit dem ständig wiederkehrenden Stampfen. Monoton in die Tiefe, immer und immer wieder rauf und runter. Das Kondensat spritzt nur so um sich und in der Bilge sammeln sich die Sekrete. Welch´ gar schröcklich sexistische lümmelhafte Symbolik!

Purer Männlichkeitswahn in Reinkultur. Und dann dieses größenwahnsinnig intonierte, vorher noch großspurig angekündigte, brünstige Radau-Gebrülle eures eisernen 3 Horn(y) Spielzeugs. Ihr Pfeifen. Schämt ihr euch nicht ob eurer  Frauen verachtenden Inszenierung?

Voller Abscheu

Dalice Knarzer

 

Köstlich, Dalice, gaaaanz köstlich,

ein typisches Emma Dilemma.

Dein EMMAzipiertes Technikverständnis versetzt uns glücklich glucksend zurück in die 60er Jahre, wo Dampfschlepper noch im aktiven Dienst sind und Deinesgleichen sich niemals einen Einsatz im Maschinenraum zugetraut hätte. Ist halt was anderes als eine Schreibmaschine….

Trotzdem Butter bei DIE Fische. Die beiden roten ovalen „Langohren“ beidseitig des Schornsteins wirken ja nun nicht gerade männlich. Wenig „mackerhaft“ auch das flirrende Flammrohr im Kessel, lang und eng, will immer gefüttert werden, glühend in wohlig wonniger Hitze. Sonst läuft ja nichts. Definitiv eine feurig feminine Erpressung.

Außerdem sind Schiffsnamen traditionell stets weiblich. Es ist zwar DER Schlepper, (Tschulligung), aber immerhin DIE Schifffahrt und auch DIE Pfeife. Das pfeifen doch mittlerweile sämtliche fröhliche Feministinnen aus jeder Kombüse und krächzt jede Hafenmöwe auf eure Kochpötte. Schwing also lieber die Kelle anstatt die verbale Keule.

Aber keine Angst, Dich würden wir nur im äußersten Notfall, nämlich einer hormonellen Havarie abschleppen. Obwohl der Gedanke, Dich auf den Haken zu nehmen durchaus belustigend wirkt.

Könnte man/frau glatt als heavy „Häkeln“ bezeichnen. Du solltest dann allerdings dafür sorgen, dass wir keinerlei Probleme mit der maritim klöppelnden Seniorinnen Vereinigung namens „OMAnuela“ aus Zeiten der Segelschifffahrt bekommen.

Du und Dein köstlich kauziger Knarzer Komplex. Bravo, Dalice.

Mit therapeutischen Dampfnudel Grüßen

Dein Dr. Sommer

 

 

BETTINA

Hallo TIGER-Leute,

ich möchte gerne auf dem Schiff heiraten. Ist es möglich, dass ein Organist mit seinem Instrument kommen kann und mich die Brautjungfern zum Altar führen können, anstatt mein Vater?

Mein Kleid hat eine 7m Schleppe ist das irgenwie ein Problem bei Euch und wie ist es mit dem Hochzeitstanz, kann ich den bei Euch auf Deck ausführen?

Ganz liebe Grüsse

Bettina Heiratswillig
Hallo Bett-Ina, olle Kojen-Kanone,

DU im Hafen der Ehe? Nun, es ist ja ein Museumshafen. Da geht man mit Relikten aus der Vergangenheit bekanntlich schonend um. Einen Eimer Bootslack zu Deiner optischen Aufpeppung spendieren wir Dir allemal.

Wir hoffen, Dein Ein- oder Auserwählter hat genügend Platz in der Vitrine für die Hörner, die Du ihm noch aufsetzen wirst.

Das „Instrument“ des Organisten solltest Du noch genauer definieren. Ne Dampforgel können wir mangels entsprechender Flanschen nicht anbieten. Wir empfehlen auch aus Platzgründen einen Heavymetal-Triangelspieler. Ansonsten heißt das bei uns „Alder“ und nicht Altar.

Eine 7m Schleppe auf einem Schlepper heißen wir selbstverständlich willkommen, brauchen dann das Deck nicht fegen. Am Besten kommst Du barfuss, dann tanzt Du zumindest im Bereich des Kesselhauses länger, als Dir lieb sein kann. Und bist so nebenbei auch gut durchblutet/vorgeglüht für die Hochzeitsnacht.

Auf den Begriff „Jungfer“ gehen wir hier bei Deinem Vorleben besser nicht ein. Diese website wird auch von Jugendlichen besucht. Dass Dein Vater nicht mitkommen will, wundert uns gar nicht.

Freu´ Dich schon mal vorab auf Deinen TIGER-Törn zur Scheidung im nächsten Jahr. Bekommst auch 12,5% Realsatire-Rabatt.

Trotzdem wünschen wir Dir für Deine 7. Hoch- oder Tiefzeit „Viel Harmonie“.

Liliane Lästering, Anwaltskanzlei Ansgar Anmaß

 

Papagei an Bord

Hallo, ihr Tigeristen,

mir hat in dem mäusigen Filmchen an besten der Papagei gefallen. Warum habt ihr auf eurem Schlepper nicht so ein possierliches Tierchen? Das wäre doch eine touristische Attraktion und sicherlich sehr gut für eure Vermarktung. Auch Kinder hätten bestimmt ihre Freude daran.

Christiana Kreischig-Krakeelenblohm aus Krümmel

 

Moin Chris,

neee, das geht definitiv gar nicht! Stell Dir mal vor, die lieben Kinderchen bekämen die gesamten Crew-Internas mit. Diese Papageien-Viecher sabbeln doch schamlos und völlig undiplomatisch alles nach, was ihnen in ihre nicht sichtbaren Ohren so reinfliegt. Die ganzen Pöbeleien, Intrigen, das nicht jugendfreie Vokabular, das hämische Lachen über abgezockte Fahrgäste, die obszönen Witze, das Gelalle unter Alkoholeinfluß und die ewigen Streitereien. Das wäre der touristische Untergang des Schleppers.

Wir nehmen viel auf uns, aber einen krummschnäbeligen Dampfplauderer…? Neee, wüllt wi gunnix mit to dohn hebb´n!

Stell Dir mal vor, so ein Papa- oder Mamagei imitiert unsere Dampfpfeife und grüßt ohne Vorwarnung ein Kreuzfahrtschiff mit 3 x lang. Mord und Totschlag an dem Schwätzer wären die Folge. Und das sollten Kinder doch nicht mit ansehen müssen, capito?! Wir überlegen stattdessen, einen loyalen, cholerischen Pöbel-Erpel zur Bewachung unseres Liegeplatzes gegen sich verirrende Yoghurtbecher (Yachten aus Plastik)) zu rekrutieren.

So´n federig gebürzelten, schnatterigen Krawall-Hooligan mit dem, ach so beliebten, TIGER grünen Chemisette um den Hals. Kopp unter Wasser, Schwänzchen in die Höh`. So un nich anners löppt dat bi uns.

Insofern: 3 x lang Quaaak!

Grobian Ganter, Greengrey Goose & Steven Sterz, University of Ducksborough for special TIGER requests

 

Ratten und Mäuse

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

Eine geflügelte Aussage mit schifffahrtsrelevanter Tradition. Habt ihr auf dem TIGER jemals Ratten an Bord gehabt, Läuse oder gar Mäuse?

Nina Nagezahn aus Niendorf.

 

Hallo Nina,

definitiv NEIN, nicht mal die näxten Artverwandten der Ratten, die Eichhörnchen, sind Gäste auf unserem Schlepper.

Das liegt an der erstklassigen Verpflegung. Vom Hacksteak über das Filetsteak bis hin zum Palste(a)k wird hier geschlemmt. Unsere Knaller-Kombüse kredenzt die komplette Palette an kraftvoll kernigen Köstlichkeiten. So lecker, dass die Crew alles zu 100 % auffuttert. Da fallen nicht mal kosmisch kleine Krümel für die nagenden Abfallvertilger ab.

Zu einer speziellen Maus hegten wir vor langer Zeit allerdings freundschaftlich Gefühle. Aus traditionellen Gründen, die Du dem unten angeführten Link entnehmen kannst. Walt Disney hat 18 Jahre nach dem Stapellauf des TIGERs unseren Schlepper zum Anlass genommen, ein fröhliches Filmchen über die Dampfschifffahrt zu unseren Ehren zu kreieren. 3 Dampfpfeifen jeweils, das verbindet letztlich ungemein.

Ansonsten, werte Nina, wir sind in nunmehr 103 Jahren nicht gesunken und gedenken, diesen Luxus auch weiterhin beibehalten zu wollen.

Rudy Rundohr, Ruder Rambo aus Rahlstedt

>TIGER Historical Mouse-Cartoon

 

Vorspring – Achterspring

Frage an das Deckspersonal des TIGERs,

ich bin bereits zweimal bei euch mitgefahren und mir fiel auf, dass  bei den Anlegemanövern jeweils die Begriffe Vorspring (oder Vollspring) und Achterspring

vorkamen. Was bedeutet das, wer soll aus welchem Grunde wohin oder gar über Bord springen?

Ich danke im Voraus für eine Antwort.

Julian Jumper aus Juist

 

Moin Julian,

geläufig sind die Begriffe Vor- und Achter-Spring. Eine Voll-Spring gibt es nicht, da die Pendants Halb- oder auch Nüchtern-Spring im nautischen Sprachgebrauch nicht vorkommen.

Der Begriff „Spring“ als solches hat seinen Ursprung in der wilden Springerei der Matrosen beim Legen der Leinen. Diese müssen nach einem gewissen Prinzip vertäut werden, damit der Schlepper bei einer eventuellen Springflut nicht wie ein „Spring Ins Feld“ auf den Wellen zu Kehr geht. Sonst springt nämlich der Schiffsführer den Matrosen an die Gurgel.

Diese entspringen dann auf der Flucht vor Züchtigungen wie ein Springer beim Schach. 2 Schritte nach vorne, dann einen nach links oder rechts.

Auf einem kleinen Schiff wie dem TIGER ist das Ganze noch recht unkompliziert. Bei größeren Pötten gibt es für den vorderen Schiffsteil noch die Bevor-, Wovor- und Davor Spring, am Heck neben der Achter- auch noch die Neuner-, bzw. Zehner- oder gar Elfer-Spring. Irgendeine Leine springt aber immer über die Poller.

Ansonsten legen wir noch eine so genannte Elektro-Spring. Letztlich soll der Funke ja auch überspringen. Dieses Kabel verbindet der eigens dafür zuständige „Watt- oder Voltrose“ vom Stromkasten auf dem Ponton zum Verteiler auf dem Schiff unter Deck. Neuzeitlich auch Landanschluss genannt. Eine Erfindung, die wir den Kreuzfahrtschiffen Voraus haben.

Genehmige Dir am besten eine Flasche Springer Urvater, dann siehst Du das alles ganz klar.

Ohne Spring, äähh Sprung in der Schüssel,

Brentano von Brackwasser, Brunsbüttel.

 

Vuvuzela

Hallo Tiger Mannschaft,

hab mir gerade eure Homepage angesehen und habe gesehen, dass ihr eine Vuvuzela  gebraucht.

Meine Frage: Gebt ihr damit Anweisungen für die Mannschaft und für die Maschine?

Ist der Dampfschlepper so laut, dass man dieses Sprachrohr benutzen muss?

Für eine Antwort wäre ich sehr verbunden.

Eure Ingwer Rohrspatz

 

Moin Ingwi,

nee, ein Dampfschiff läuft generell sehr leise. Order an die Maschine laufen nur über den Telegrafen per Klingelton, de Lüd an Deck wissen eh was zu tun ist. Im Zweifelsfall (Tidenstau, fiese Strömungen, widrige Winde usw.) wird sich dezent abgesprochen.

Die vermeintliche Vuvuzela ist keine! Wir sind auf einem Hamburger Schlepper und nicht in einem südafrikanischen Fußballstadion. Bei uns nennt sich das Schnacktüte oder Messingtröte. Plastikante Krawallofone sind eh komplett verpönt, forever!

Dieser spontane Schnappschuss mit unserem Schiffsführer, immerhin aktiver Elblotse, wirft natürlich Fragen auf. Da gibt´s diverse Theorien:

1) Er offeriert gerade einem Kollegen der aufkommenden „AIDA Kussmund XXV“ die Möglichkeit, endlich mal ein vernünftiges Schiff wie den TIGER zu führen.

2) Brüllt seinen Frust heraus, dass sein Gewerbe ihm nicht die notwendige Zeit lässt, den Schlepper öfter zu fahren.

3) Fordert lautstark, wenn der Schlepper fest vertäut und abgeklingelt am Ponton liegt, nach einem herben Hopfen/Malzgetränk aus Ostfriesland.

4) Schimpft total genervt, dass Kanal 74 mal wieder nicht „Linkin Park“ über den Äther schickt.

5) Grüsst die zu Tal gehende „Fiene“ und wünscht gute Reise.

Wir benutzen das Teil aber regelmäßig, um den Fahrgästen noch lautstark fette Spenden abzuluchsen. Fallen diese aus unserer Sicht zu mager aus, werden die Portemonnaie Dicklinge entsprechend bepöbelt. Und zwar in Vuvuzela Lautstärke.

Ein Spatz, werte Frau Rohrspatz, ist unseres Wissens noch nie auf diesem „Rohr“ gelandet….

Schorschi Schofelig, schwadronierender Schlepper-Schnacker.

 

Jorge Trittier

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir ist aufgefallen, dass der Schlepper farblich dominant GRÜN wirkt. Spiegelt das eventuell eure politische Einstellung wieder?

Jorge Trittier aus Jüterbog Teltow.

 

Hey Jo,

Nie und Nimmer, das wäre ebenso widersprüchlich wie verheerend! Letztlich sind die Aufbauten des Schiffes Braun, die Schanz, das Deck und der Rumpf Schwarz! Selbst die Farbgebung der Positionslampen ist im „politischen“ Sinne als neutral zu betrachten.

Links – Backbord – Rot, Rechts – Steuerbord – Grün.  Fakt ist: Rot-Grün regelt die Schifffahrt (und NUR diese) unangefochten seit Generationen weltweit.

Dagegen anzusabbeln trauen sich nicht mal die überbezahlten Schnackulateure/Laberistinnen im „öffentlich rechtlichen“ TV. Es gibt eben nur EINE Maybrid!!

Und die fährt auf dem TIGER. Mit der Zweiten dampft man eben besser.

Jedoch bleibt festzustellen, dass sich so gut wie keine gelben Utensilien an Bord befinden. Nicht mal ansatzweise 5%. Wir bevorzugen eine rauschende Bugwelle statt laue Westerwellen.

Also Jorge, merke(l) Dir: Im September 2013 bei der Selektion für eine funktionierende Crew unter Volldampf für dieses Land…. Dein Kreuzchen nur bei der VTC (Vereinigte Tigeristen Clique) machen.

Fazit: GRÜN steht in diesem Fall für VORFAHRT. Der TIGER hat somit das Recht, die schwimmenden Bettenburgen zu überholen, auszubremsen und mit einer wohl dosierten Schaufel Kohle zur rechten Zeit deren pseudo-maritimen Buffet-Piraten gehörig einen vor den Koffer zu qualmen.

Mit wohliger Wonne für die Wahl im Wams: Wotan Weitblick.

 

 

Balduin Ballermann

Mohoin anne redaktion vonne TIGER Lüüds,

ick binall fiefunsöbentich Johr. Ick kiek von neigntinhünnertrveerunsosstich in ZDF düs´n Kriminalupklärer „Vörsisch Falle“. „Neppers, Schleppers, Buemfängers“ heppt se dat nannt. Ober düs´n eurem Schlepper TIGER häv ick do nimmer sehn!

Vertellt mo, wie kann dat sein??

Balduin Ballermann ut Baltrum

 

Moin Baldu,

kann´s mo kiekn wat dat von ZDF för Döösbaddls sün´. Uns TUGler-Smugglers heppt se glatt vergeten.

Betol mo lever keen GEZ Gebührn´s mehr.

Dorup ´n bannich grot´n Schlugg ut ne unvertollte Buddel Rum.

Thaddäus Tatterig, Zollamt Zasterzwang

 

Gloria Glämmer

Sehr geehrte Dampfschiffbetreiber,

direkt neben dem Schornstein Ihres Schleppers befindet sich an beiden Seiten je ein aufgestecktes, stets glänzend poliertes und formschön abgerundetes Ding aus Messing/Kupfer, vorne oval und innen rot angemalt. Wie heisst diese Einrichtung und wozu ist diese gut?

Für eine Antwort bedankt sich vorab

Ihre Gloria Glämmer, Glückstadt

 

Sehr geehrte Frau Glämmer,

Sie sprechen da in gläsernen Zeiten ein recht brisantes Thema an. Bis vor Kurzem haben wir den Fahrgästen vorgegaukelt, es handle sich um die Almosen-Einwurflöcher für Heizer/Maschinisten. Getreu des Mottos: Je grösser das Loch, um so mehr Mammon kommt rein. Beidseitig. Eingleisig Abzocken hiesse, den Zeitgeist verleugnen. Auch wenn wir kein HSH Nordbank Schlepper sind. Jedoch ist die Wahrheit eine komplett andere und mag Ihnen somit brutal erscheinen. Bespitzelungen über das internet was Neues? Lächerlich!! Diese formschönen Apparaturen nennen sich „Langohren“ und sind seit Kaiser´s Zeiten die übliche Originalversion der NSA (Nautische Spion Anlage). Der Schiffsführer hängt jeweils mit einem Ohr pro Seite an den „Dingern“, um die Gespräche unter Deck zu belauschen. Diese schwitzenden Schwarzlinge waren/sind jederzeit für Krawall, Streiks, überhöhte Lohnforderungen bis hin zur Meuterei zu haben. Derartige Umtriebe müssen im Interesse eines reibungslosen Betriebsablaufs überwacht und im Keim erstickt werden. Wir erwarten Ihre Honoration bezgl. dieses, nennen wir es einmal finanzadäquat maritimes Interna, auf eines unserer Ihnen hoffentlich bekannten Konten vor der nächsten Sitzung des Untersuchungsausschusses, bzw. Gerichtsverhandlung.

Hochachtungsvoll

Ihr ergebener Gastautor Otto Lauscher

 

 

Rikki

He,he,he…

hab eure Seite gesehn, hicks, ihr sagt ich könnt was fragn. Eh… ja wat denn. Ah… jetzt wet ich was, hat der Tiger mal nen Bier für mir.

Ahoile

Rikki

 

Moin, oder treffender.. Rülps, Rikki,

Schluckspechte wie Du müssen sich auf´m TIGER erstmal ´ne Grundlage anfuttern. Dose Whiskas für 15 Euronen, klar? Dann gibt´s eventuell ein Bier aus ´ner TIGER grünen Buddel. Aber nur, wenn Du die unter der Steuerbordlaterne wegsüffelst. Und wenn Du trotzdem breit bist und kotzen musst: Generell nur vor Kreuzfahrtschiffen! Wenn keins da is´,  vor der Elbphi geht´s auch!

Euer Wotan Weitblick

 

Saton

Hey Leute,

jepp wollte mal sagen da ihr ja unten ein Feuerloch habt, fahrt ihr mit den Teufeln?

Hab sowas gehört. Ist da was dran?

Euer Saton

 

Moin Saton,

ersteinmal: Es gibt nur einen Teufel und das ist der Schiffsführer! Ansonsten, nix als Gerüchte…

Ok, unsere Heizerin nennt sich offiziell zwar Lisa, heißt aber mit richtigem Namen Lusa. Eine flotte Kombi aus  Luziferine und Satanika. Der im Maschinenraum übliche Dreizack zum Höllen(Feuer) umrühren ist zwar in Hexenblut gehärtet, entspricht aber der gängigen Norm der SUK (Schwefelige Unterwelt Konstruktionen).

Mit 666 paarhufigen Grüßen

Euer Wotan Weitblick

 

 

Niki Nixblick

Hallo,

Knut hat gesagt, Tiger kann man auf schiffswiki gucken. Tu ich auch ganz gerne mal. Was mir auffällt, mal ist die Spitze von dem Boot oben und dann wieder nach unten.

Deshalb meine Frage: Wisst ihr nicht, wo ihr hinfahren wollt oder wollt ihr euch vor der Kamera einfach nur schön von allen Seiten zeigen?

Gruß, Niki Nixblick

 

Hallo liebe Niki,

das liegt an Schiffswiki. Die Kamera dreht sich alle paar Minuten mal nach oben mal unten. Also liegt es nicht an der Tiger.

LG

TIGER-Team

 

Maximo Feuerstein

Hallo Tiger,

wollte mal fragen, ob ihr einen Kamin auf dem Schiff habt? Da kommt ja immer aus dem grünen Rohr Dampf raus. Genauso wie bei uns zu Hause, da verbrennen wir immer unser Holz und unsere Zeitungen. Macht ihr das auch?

Gruß Maximo Feuerstein

 

Nee, Maximo, nee,

wir haben den Kamin nicht auf der Vera-nda,  sondern unter Deck, sozusagen im Keller. Da wo wir die bösen Kinder, Schwarzfahrer und Gerichtsvollzieher einsperren.

Wir verfeuern nur unbezahlte Rechnungen/Mahnungen, Finanzbescheide, GEZ-Schriebe, die Geburtsurkunden/Testamente von Schwiegermüttern, Elbphilharmonieprospekte und geschummelte Doktorarbeiten. Das langt dann locker und dicke für etliche Fahrten. Holz verschenken wir zu 50 % an die Segelschiffe zum Mastenflicken, die annere Hälfte an die schwimmenden Bettenburgen zur Produktion von Zahnstochern.

Letztlich müssen Frau Baronin, Herr Graf und alle annern Wichtigen im Hawaiihemd und Boxershorts wat inne Hand hebbn, um den Kaviar ausse Kauleiste raus zu baldowern. Eventuelle Restbestände werden zu Baseballkeulen geformt, um zaudernde Gestalten vom Ponton als Fahrgäste auf den TIGER zu diplomatisieren.

Herzlichst, euer Wotan Weitblick

 

Peer Heinrich Petriheil

Hallo Tigeristen,

ihr seid ja auch Wasserratten, sage ich  einmal ganz salopp. Deshalb meine Frage. Macht ihr auch Angelfahrten?

Unsere Free Fishing Foundation „Fröhliche Forelle“ würde gern eine familiäre Fun-Fahrt veranstalten und bei euch buchen. Geht das?

Peer Heinrich Petriheil

 

Moin Peer,

leider nicht mehr. Wir waren in der Schlei auf Hai und manch bunter Butt war auch dabei. Nur dann passierte ein tragisches Unlück. An der Grundangel kurz hinterm Blei hing am Haken ein toter Thai.

Deshalb woll´n wir nicht mehr Angel.

Euer Wotan Weitblick

 

Emma Unterwasser

Hallo,

ich verstehe etwas nicht. Warum heißt das Schiff Dampfschlepper? Muss das Schiff denn immer geschleppt werden, damit es fahren kann?

Gruß, Emma Unterwasser

 

Moin Emma,

ja so ist das. Leider. Wir brauchen für die Ausfahrten des Schiffes – sowohl ÜBER – als auch UNTER Wasser – fast jedes Wochenende menschliche Deppen, die Schleppen. Denn die ehemals eingesetzten Gäule namens Schlepper Klepper sind heutzutage meist in der Musikbranche als Rapper unterwegs. Den verbliebenen Rest müssen wir behutsam aufpeppen, damit die uns nicht foppen und wir floppen. Die kriegen dann ein adäquates TIGER-Müsli aus gemalmter Kohle, angewärmtem Maschinenöl, würzigem Russ mit einem sehr gut gemeinten Schuss Kesselchemikalien. Das gibt denen dann den entsprechenden Dampf inne Statur, damit Du Dich als Fahrgast wohlfühlen kannst.

Bis demnächst, Emma, auch im Brackwasser.

Herzlichst, euer Wotan Weitblick